Buchautor Geschichte, Vergangenheit Literatur, Geschichte Deutschland
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Historiker und Buchautor
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Deutschland und Mitteleuropa

Johannisberg

Der Rheingau im Zeitalter der Romantik

  

 

 

 

Der Rhein fließt in meinen Adern, ich fühle es und deshalb entzückt mich sein Anblick.

  

Metternich auf Schloss Johannisberg 1857

In: Aus Metternich's nachgelassenen Papieren,

herausg. von Fürsten R. Metternich-Winneburg,

geordnet und zusammengestellt von A. v. Klinkowström,

Bände 5-6, Wien 1883, S. 276

 

 

 

 

 

Es kommt mir vor, in mir stecke ein Stück Altdeutschtums, das mich den Rhein als den schönsten der Flüsse empfinden lässt, dem ich mich immer mit dem gleichen Gefühle nähere, mit welchem die Inder den Ganges ansehen. 

 

Metternich auf Schloss Johannisberg 1824,

wiedergegeben in: Wolfran Siemann: Metternich. Staatsmann zwischen Restauration und Moderne.

München 2010, S. 18

 

 

 

 

Mon Dieu! wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, daß ich Berge versetzen könnte - der Johannisberg wäre just derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe (…) Oh, da ist ein schönes Land, voll Lieblichkeit und Sonnenschein. Im blauen Strome spiegeln sich die Bergesufer mit ihren Burgruinen und Waldungen und altertümlichen Städten – (...)

 

Heinrich Heine: Reisebilder, zweiter Teil: Das Buch Le Grand.

Wiedergegeben in: Heinrich Heine: Werke in vier Bänden, 2. Bd.

(Die Bibliothek deutscher Klassiker, Bd. 37),

S. 257f., München Wien 1982

Zuerst gedruckt Hamburg 1827

 

 

 

Himmel oben, Himmel unten,
Stern und Mond in Wellen lacht,
Und in Traum und Lust gewunden
Spiegelt sich die fromme Nacht.

Welch entzückend laues Wehen!
Blumenatem! Traubenduft!
Wie die Felsen ernsthaft sehen
In des Widerhalles Kluft!

Rhein, du breites Hochzeitbette!
Himmelhohes Lustgerüst!
Wo sich spielend um die Wette
Stern und Mond und Welle küßt.

 

Clemens Brentano. Aus den "Rheinmärchen", zitiert nach: http://gutenberg.spiegel.de/buch/rheinm-352/1

 

 

Vertraute gesellige Freunde, welche schon wochenlang in Wiesbaden der heilsamen Kur genossen, empfanden eines Tages eine gewisse Unruhe, die sie durch Ausführung längst gehegter Vorsätze zu beschwichtigen suchten.

 Mittag war schon vorbei und doch ein Wagen augenblicklich bestellt, um den Weg ins angenehme Rheingau zu suchen.

 Auf der Höhe über Bieberich erschaute man das weite prächtige Flußtal mit allen Ansiedelungen innerhalb der fruchtbarsten Gauen.

 Doch war der Anblick nicht vollkommen so schön, als man ihn am frühen Morgen schon öfters genossen, wenn die aufgehende Sonne soviel weiß angestrichene Haupt- und Giebelseiten unzähliger Gebäude, größerer und kleinerer, am Flusse und auf den Höhen beleuchtete.

 In der weitesten Ferne glänzte dann vor allen das Kloster Johannisberg, einzelne Lichtpunkte lagen dies- und jenseits des Flusses ausgesät.

 

 

Johann Wolfgang von Goethe: Sankt-Rochus-Fest zu Bingen - Kapitel 1.

In: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sankt-rochus-fest-zu-bingen-3665/1

 

 

 

Wenn man von der Höhe vor Wiesbaden den Rhein sieht, von Oppenheim herab, bei Mainz vorbeifließen, und wie er dann, gegen Elfeld, die große Aue in sich faßt, und weiter hinab die Reihe von Ortschaften, der Johannisberg und bis Bingen die Landschaft erscheint, so weiß man doch, warum man Augen hat. Dieß zu erfahren, war mir sehr nöthig

  

Johann Wolfgang von Goethe an seine Frau Christiane, 27.5.1815

In: http://gutenberg.spiegel.de/buch/briefwechsel-mit-seiner-frau-band-2-3648/9

 


 

 

 

 

© Dr. Stefan Winckler